Aus "Berliner Woche"

21. Septemer 2016
Seite 10

Fleischermeister Hansel:
Verkäufer/-innen gesucht

Bild zitiert aus 'Berliner Woche', 09/2016 Anzeige aus 'Berliner Woche', 09/2016
Bild zitiert aus 'Berliner Woche', 09/2016

Fleischermeister Norbert Hansel - auch Schlemmer-Hansel genannt - ist seit 25 Jahren auf Berliner- und Brandenburger Wochenmärkten oder Straßenfesten anzutreffen. Sein Verkaufswagen steht ab Sonntag, 24.09. bis Sonntag, 25.09. auf dem Traditionsfest Späth'sche Baumschule. "Auf den Märkten zu sein ist für ihn etwas Besonderes. Man hat den direkten Kontakt zum Kunden und steht und steht für seine Produkte gerade."

Und Norbert Hansel steht für seine Ware sogar felsenfest und kerzengerade! Für Salami, den geräucherten Pferdeschinken, das Gulasch, die Rouladen, den Braten, das Filet, - alles frische Spezialitäten vom Pferd, die er im Angebot hat. Seine Renner sind heiße und kalte Pferdebouletten, Pferdebockwurst, Pferdekrakauer, Pferdeknacker. Die Kunden, die gern das fettarme, herzhafte, deftige, sehr schmackhafte und super gesunde Pferdefleisch essen, besuchen seinen Stand immer wieder gern.

Schlemmer Hansel sucht nun flexible Verkäufer/-innen für den vorrangigen Wochenendeinsatz, wünschenswert ist ein Führerschein. Auch interessierte Quereinsteiger werden gerne angelernt.

 


Aus "Spandauer Stadt-Journal"

10/2016
Seite 19

Viele Jahre mit Pferdefleisch auf dem Wochenmarkt

Norbert Hansel bekommt die Urkunde durch Stephan Machulik, überreicht Norbert Hansel (Mitte) bekommt die Urkunde durch Stephan Machulik, Leiter des Ordnungsamtes (rechts), überreicht.
Bild zitiert aus "Spandauer Stadt-Journal" 10/2016, Foto: bvs

Außergewöhnliches Jubiläum auf dem Spandauer Wochenmarkt: Seit vielen Jahren steht der Falkenseer Pferdefleischermeister Norbert Hansel mit seinem Verkaufswagen in der Spandauer Altstadt, derzeit jeden Mittwoch von 08:30 bis 17:45 Uhr auf dem Wochenmarkt gegenüber von C&A; ab und zu auch mal sonnabends, wenn es der Terminkalender zulässt.

Jetzt wurde "Schlemmer Hansel" für seine "Standhaftigkeit" geehrt, bekam vom zuständigen Bezirksamt eine Urkunde überreicht. Ein Höhepunkt im Geschäftsleben des Pferdefleischers: "Ich bin jetzt seit einem viertel Jahrhundert in Berlin und Brandenburg unterwegs."

Hansel lässt sein Fleisch direkt in Fachbetrieben produzieren, nach eigenen Rezepten und Rezepturen. Früher hat er selber zerlegt und zubereitet, aber dafür, so erzählt er, sei er mit Anfang 70 langsam zu alt... Die Ware kommt aus derr Region Berlin, Brandenburg und Sachsen, "die Tiere kommen alle aus Nutztierbereichen", weiß Hansel.

Der Fleischermeister aus Norddeutschland ist seit 45 Jahren im Beruf, spezialisiert auf Pferdefleisch hat er sich vor knapp 25 Jahren. Heute ist er noch einer der wenigen, der diese seltene Delikatesse handelt. Vorwiegend trifft man "Schlemmer Hansel" auf Wochenmärkten und Straßenfesten in Berlin. Pferdefleisch, so erfährt man von Norbert Hansel, ist gesund. Es soll bei der Vorbeugung gegen verschiedene Krankheiten wie Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Allergien wirken, hat Hansel gehört. Hansel: "Pferdefleisch ist die Fleischart mit dem geringsten Fettanteil, es hat nur ein Drittel so viel Fett wie Schwein, nur halb so viel wie Rind und sogar weniger als Kalb oder Geflügel." Wichtig sei in dem Zusammenhang besonders der geringe Anteil an intramuskulärem Fett (2 bis 4 Prozent), der bei anderen Fleischsorten auch nicht durch Abschneiden von Fetträndern usw. erreicht werden kann. Hansel: "Der Cholesteringehalt liegt übrigens bei 60mg je 100g und ist äußerst gering. Und: in 100g Pferdefleisch sind etwa 20g Proteine (Eiweiß) enthalten. Diese werden vom menschlichen Körper für seinen Aufbau (Muskeln, Organe, Blut) benötigt." Hansel: "Durch seinen Eiweißreichtum ist Pferdefleisch besonders gut für Kinder und Menschen mit hohem Energiebedarf (z.B. Sportler) beeignet."

Wer überhaupt kein Pferdefleisch anrühren möchte, kann trotzdem bei Schlemmer Hansel an den Tresen herantreten: "Wir führen auch Schwein-, Rind- und Geflügelprodukte", sagt Hansel. bvs

 


Aus "Märker", Ausgabe Neuruppin, Nr. 15, Jahrgang 21

Samstag/Sonntag, 09./10. April 2016

Bei Schlemmer-Hansel geht es um die (Pferde)-Wurst
(Fleischermeister feiert sein 25-jähriges Jubiläum auch in Neuruppin)

Schlemmer- und Erlebnisdorf in Neuruppin Beim Brandenburger Schlemer- und Erlebnisdorf auf dem Neuruppiner Schulplatz gibt es 50% Rabatt auf die Pferdeknacker
Bild zitiert aus "Märker" (Archiv-Foto: mzv)

Schlemmer-Hansel feiert im April dieses Jahres das 25-jährige Jubiläum seines in Berlin und Brandenburg tätigen Unternehmens. Und davon sollen alle etwas haben. Deshalb bietet Schlemmer-Hansel vom 14. bis 17. April im Rahmen des Brandenburger Schlemmer- und Erlebnisdorfes auf dem Neuruppiner Schulplatz 50 Prozent Rabatt auf die Pferdeknacker.

Pferdewurst und Spreewaldgurken sind die Standbeine von Fleischermeister Norbert Hansel, der in der Region als Schlemmer-Hansel bekannt ist. Bei Schlemmer-Hansel gibt es Fleisch und Wurst vom Pferd. Zu den Vorzügen von Pferdefleisch zählt, dass es fett- und cholesterinarm, dabei aber gleichzeitig sehr eiweißreich ist. Und es ist in vielerlei Form zu bekommen, so als Rouladen, Braten, Sauerbraten, Gulasch, Filet oder Steaks. Es gibt auch Schinken und Salami vom Pferd. Kalt oder warm sind Knacker oder Bockwurst im Angebot.

Wer noch nicht auf den Geschmack gekommen ist, der kann im renommierten Neuruppiner Restaurant "Rosengarten", das von Schlemmer-Hansel beliefert wird, unterschiedliche Gerichte mit Pferdefleisch probieren. Wie wäre es zum Beispiel mit pikant gefüllter Pferderoulade in Rotwein-Specksoße mit feinem Rotkraut und Kartoffelklößen? Auch ein würziger Pferdegulasch, verfeinert mit Preiselbeere und Birne, wird vom Küchenchef empfohlen.

"Doch warum so viel darüber reden", meint Fleischermeister Norbert Hansel, "einfach mal hingehen und es selbst probieren."

 


Aus "Berliner Woche", Ausgabe Treptow, 26. Jahrgang, Kalenderwoche 38

Mittwoch, 16.09.2015
Seite 15

Pferdefleisch: fettarm, schmackhaft und in der Schweiz eine Delikatesse

Fleischermeister Norbert Hansel - auch "Schlemmer-Hansel" genannt - ist auf Berliner Wochenmärkten anzutreffen. Das Verhältnis zwischen Mensch und Pferd ist etwas anders, als zu anderen Tieren. Aber die Pferdefleisch essen, kommen ja gerade deshalb gezielt zu Schlemmer-Hansel. Und Pferdefleisch ist äußerst fettarm, herzhaft, deftig, schmackhaft, supergesund, cholesterinfrei.

Am kommenden Wochenende, 19. und 20. September, treffen Sie ihn beim Traditionsfest in der Späth'schen Baumschule. Eine Besonderheit sehen Sie im Coupon der Anzeige! Sonst können Sie ihn auf den Wochenmärkten antreffen: Montag in Lichtenberg am Tierpark Bärenschaufenster und Donnerstag in Alt-Hohenschönhausen am Storchenhof besuchen.

Die Theke seines Wagens ist reich bestückt mit Würsten, Salami, Filet, geräucherter Schinken, Gulasch, Rouladen, Braten. Die Renner sind heiße und kalte Pferdebockwurst, Pferdeknacker, Pferde-Wiener und Pferdebouletten.

In den 46 Jahren als Fleischermeister hat Schlemmer-Hansel alles durch: Rinderwahn, Vogelgrippe und Pferdefleisch-Skandal. Das machte seinem Betrieb keinen Abbruch. Bei Schlemmer-Hansel stimmt alles: "Wo Pferd drauf steht, ist auch Pferd drinnen!" Viele zufriedene Kunden kommen wieder! Und, in unseren Nachbarstaaten, Schweiz, Frankreich, Belgien, Italien wird Pferdefleisch als eine Delikatesse gewürdigt.

 


Aus "Falkenseer Stadt-Journal"

10/2014
Seite 14

Fleischermeister mit Herz und Seele

Norbert Hansel vor seinem Verkaufswagen Norbert Hansel vor seinem Verkaufswagen
Bild zitiert aus "Falkensser Stadt-Journal" 10/2014

Wenn Journalisten sich mit Norbert Hansel zu einem Interview treffen, müssen sie erst einmal zulangen: "Essen Sie mal eine Pferdewurst", empfiehlt Hansel. Wer nicht möchte, bokommt kein Interview: "Die müssen doch wissen, worüber sie reden und schreiben", sagt er pragmatisch. Beim Verzehr der Wurst beobachtet er dann, ob die Journalisten zum Senf greifen: "Dann haben sie auch schon schlechte Karten", grinst er breit, "Senf tötet den feinen Geschmack meiner Wurst", erklärt er dann. Norbert Hansel ist eben mit Herz und Seele Fleischermeister.

Der Fleischermeister aus Norddeutschland ist seit 45 Jahren im Beruf, spezialisiert auf Pferdefleisch hat er sich vor knapp 25 Jahren. Heute ist er noch einer der wenigen, der diese seltene Delikatesse handelt.

Vorwiegend trifft man "Schlemmer-Hansel" auf Wochenmärkten in Brandenburg und Berlin. Ende diesen Monats steht er mit seinem Verkaufswagen in Paaren/Glien auf dem Schlachtefest (25./26. Oktober). Auf dem Falkenseer Stadtfest ist er regelmäßig Gast; kein Wunder, sein Unternehmen sitzt seit 24 Jahren in Falkensee.

Hansel lässt sein Fleisch direkt in Fachbetrieben produzieren, nach eigenen Rezepten und Rezepturen. Früher hat er selber zerlegt und zubereitet, aber dafür, so erzählt er, sei er mit Mitte 60 langsam zu alt.

Probiert haben wir natürlich auch...

Das Fleisch aus seinem Verkaufswagen scheckt herzhaft und richtig lecker.Norbert Hansel: "Pferdefleisch schmeckt nicht nur gut, es ist auch sehr gesund. Pferdefleisch ist die Fleischart mit dem geringsten Fettanteil, es hat nur ein Drittel so viel Fett wie Schwein, nur halb so viel wie Rind und sogar weniger als Kalb oder Geflügel."

Wichtig ist aus seiner Sicht hierbei der geringe Anteil an intramuskulärem Fett (2 bis 4 Prozent), der bei anderen Fleischsorten auch nicht durch Abschneiden von Fetträndern usw. erreicht werden kann.

Hansel: "Darüber hinaus besitzt Pferdefett einen sehr geringen Schmelzpunkt, so dass es sich beim Braten oder Grillen auflöst." Und: In 100g Pferdefleisch seien etwa 20g Proteine (Eiweiß) enthalten. Diese werden vom menschlichen Körper für deinen Aufbau (Muskeln, Organe, Blut) benötigt.

Hansel: "Durch seinen Eiweißreichtum ist Pferdefleisch besonders gut für Kinder und Menschen mit hohem Energiebedarf (z.B. Sportler) geeignet."

Mehr Informationen über die Qualität von Pferdefleisch auf der Webseite des Unternehmens:
www.schlemmer-hansel.de

Der Betrieb bietet aber noch eine weitere Spezialität: "Schlemmer-Hansel" handelt seit 1991 mit exklusiven Spreewälder Gurken. "Meine Ware kommt frisch aus Boblitz". Lübbenau und der Ortsteil Boblitz gelten sozusagen aks geschmackliches und qualitatives Zentrum der Gurken-Szene im Spreewald.

Kontakt zu Fleischermeister Norbert Hansel:
Tel.: 0172 92 48 171

 


Aus "Bild.de"

Freitag, 15. Februar 2013

So gesund ist Pferdefleisch
(Bild.de trifft Pferdefleisch-Metzger)

Verbraucher sind verunsichert! Irland, Großbritannien, Schweden, Frankreich, die Schweiz und auch in Deutschland ...

Berlin – Der Lebensmittelskandal um falsch etikettiertes Hackfleisch tauchte in halb Europa auf. Jetzt ist sicher: Auch in Deutschland wurde Pferdefleisch als Rinderhack verkauft. BILD.de hat beim Pferde-Metzger probiert und das Skandal-Fleisch gleich selbst probiert.

„Pferde-Fleisch ist supergesund, mager. Pferdefleisch ist cholesterinfrei und super schmackhaft. Die Wurst ist superbeliebt“, schwärmt Pferdefleisch-Metzger Norbert Hansel (64) zu BILD.de. Als „Schlemmer-Hänsel" bekannt, verkauft er seine Waren viermal in der Woche auf verschiedenen Märkten in Berlin.

Trotz des aktuellen Skandals um Pferde-Fleisch, bleiben die Kunden bei ihm nicht weg: „Die Renner sind bei uns Pferde-Bockwurst, Pferde-Krakauer und Pferde-Wiener, sagt der Metzger.

In 43 Jahren als Metzger hat Hansel über den Rinderwahn bis zur Vogel-Grippe alles mitgemacht. Der Pferdefleisch-Skandal könne seinem Betrieb nichts anhaben. „Hier wird über Pferdefleisch diskutiert, doch tut gar nichts zur Sache.“ Wichtig sei die richtige Kennzeichnung, ist sich „Schlemmer-Hänsel" sicher – und die stimmt beim Pferde-Metzger.

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Aus "Berliner Zeitung"

Ausgabe Nr. 38, 14. Februar 2013

Einer der Letzten seiner Art
(Von Laura Miess)

Fleischermeister Norbert Hansel verkauft Pferdefleisch auf Berliner Märkten - nach dem Krieg gab es sowieso nichts anderes, erzählt er.

Für Fleischermeister Norbert Hansel ist es ein Mittwoch wie jeder andere auf dem Wochenmarkt vor dem Spandauer Rathaus. Die rechte Hälfte der Theke seines Wagens ist reich bestückt mit Knackwürsten, Krakauern, Filet und Leberwurst – alles vom Pferd. „Vom Skandal merke ich nichts“, erklärt der 67-Jährige in der blauen Schürze. „Die, die Pferdefleisch essen, kommen ja gezielt deswegen hierher. ...“

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Aus "Märkische Allgemeine;

Freitag, 15. Februar 2013

Reine Kopfsache
(Von Jan Sternberg)

Um jedes Fleisch gab es schon Skandale – nur der winzige Pferdefleischmarkt blieb verschont – bis jetzt

BERLIN - Norbert Hansel erzählt gerne vom Pferd. Der 64-jährige Fleischermeister kennt alle Tricks des norddeutschen Marktschreiers, er schmeichelt, reißt Zoten ohne Pause. „Knacker wollen Sie? So alt wie Sie oder jünger?“, fragt er seinen Stammkunden Hans-Peter Schmidt. „Jünger, jünger“ grinst der grauhaarige Käufer. Es sind Pferdeknacker, die Schmidt kauft. Wurst, Rouladen, Schinken wandern in die Einkaufstüte. Seit 15 Jahren kauft Schmidt bei Hansel. Da kam der Fleischer aus der Gegend um Hamburg nach Falkensee (Havelland) und spezialisierte sich auf Pferdefleisch. Damit zieht er über die Märkte der Region, Schmidt und andere Stammkunden hinterher.

Gestern hatte Hansel seinen Stand in Berlin-Hohenschönhausen aufgebaut. Und plötzlich kam andere Kundschaft: Ein Kamerateam nach dem anderen filmte seine Auslage. Hansel flirtete mit den blonden Fernseh-Frauen, versuchte sie zu warmen Würstchen einzuladen. Vergeblich. „Mögen Sie kein Pferd?“, fragt Hansel. „Doch, viel zu gerne, um es zu essen“, wehrt die Kollegin ab.

Im Gespräch scherzt Hansel nicht mehr. Er ist sauer. Als Pferdemetzger blieb er von den Fleischskandalen der vergangenen Jahre verschont, er richtete sich in der Nische ein. Und die wuchs. „Das Pferd ist ein sauberes Tier, Pferdefleisch ist sauberes Fleisch“, betont er wieder und wieder. Fettarm, eiweißreich, nicht überzüchtet – Hansel hat viele Argumente, um neue Kunden anzulocken. Neugierige vielleicht, die jetzt mal probieren wollen. Doch in Hohenschönhausen gibt es sie nicht. Es kommen die Unentwegten. „Fleisch ist Fleisch“, sagt einer mit einer Eisbären-Fanmütze. Würde er auch Eisbär essen? „Klar, wenn’s schmecken würde.“

„Mit geht das fürchterlich auf den Wecker“, regt sich Hansel auf. „Wir werden jetzt unberechtigterweise in einen Skandal mit reingezogen.“ Die großen Ketten drückten die Preise, kriminelle Händler witterten ihre Chance und plötzlich steht hinter „Pferdefleisch“ dick und rot das Wort „Skandal“.

Seine Pferde stammten aus der Region Berlin-Brandenburg, betont Hansel. „Und sie haben einen Pferdepass.“ Der heißt auf amtsdeutsch „Equidenpass“. In diesem EU-weiten Identitätsdokument des Pferdes werden Krankheiten und Medikamentengaben vermerkt, bei bestimmten Arzneien können die Stuten und Gäule nicht mehr zu Fleisch verarbeitet werden.

Der deutsche Markt für Pferdefleisch ist winzig. So winzig, dass Gaul-Gourmets lange suchen müssen, bis sie einen Händler wie Hansel finden. Statistiken sind lückenhaft. Irgendetwas zwischen 40 und 50 Gramm Pferd pro Jahr essen die Deutschen, 4000 Tonnen werden jedes Jahr geschlachtet. Früher galt Pferdefleisch als Arme-Leute-Essen, war selbstverständlicher Bestandteil regionaler Rezepte. Der Rheinische Sauerbraten stammt traditionell vom Pferd. „Pferd zu essen, das ist reine Kopfsache“, sagen Liebhaber der Ross-Bratwurst. Ganz zu erklären ist aber nicht, warum staksige Fohlen einen größeren Beschützerinstinkt auslösen als rosa Ferkel oder großäugige Kälbchen. Das Pferd aber war immer Begleiter des Menschen, ein Arbeiter, kein Fleischlieferant. Es war näher, es war wichtiger als Kuh, Schaf, Schwein, Huhn. Kein anderes Haustier hat sich einen Platz im Mädchentraum erkämpft.

Für Träume aber ist keine Zeit im kalten Wind von Hohenschönhausen. Und im Gegensatz zur TV-Kollegin beißt der MAZ-Berichterstatter herzhaft in die Pferde-Krakauer. „Unser Klassiker“, wirbt Norbert Hansel. Sie schmeckt leicht, nicht so fettig wie andere heiße Knacker, etwas süßlich, alles andere als unangenehm.

Norbert Hansel schaut wieder etwas glücklicher. Würden neue Kunden kommen, hätte er Rezepte zur Hand: Rouladen, Sauerbraten, Gulasch. Alles auch auf seiner Internetseite zu finden. Doch es kommen keine Neugierigen. Stattdessen wartet die nächste Kamera. (Von Jan Sternberg)

siehe auch: www.maz-online.de/Nachrichten/Politik/Reine-Kopfsache

 


Aus "taz"

Samstag, 04. August 2012

200 Gramm Pferdesalami, bitte
(Von Jörn Kabisch)

ESSEN Norbert Hansel, auch Schlemmer- Hansel genannt, verkauft Pferdefleisch. Je älter das Tier, desto zarter ist sein Fleisch

Am Morgen hat wieder jemand im Vorbeigehen "Pferdemörder" gesagt. Norbert Hansel erlebt das öfter. Einmal hat er sogar Drohungen von Tierschützern bekommen und Polizeischutz angefordert. Es erklärt vielleicht, warum auf der Rückseite von Hansels rollendem Metzgerstand kein süßes Fohlen den Kunden entgegenlächelt, sondern ein niedliches Schweinchen.

Doch es ist so: Hansel verkauft Pferdefleisch. Man kann das essen. Es ist sogar sehr schmackhaft. Aber es gibt nicht mehr viele Menschen, die das so empfinden. Ihre Vorliebe reicht für etwa hundert Betriebe in ganz Deutschland, die Pferdefleisch verkaufen. Und Norbert Hansel, auch Schlemmer-Hansel genannt, ist einer von ihnen. Seit über zwanzig Jahren. Salami, Schinken, Buletten und Bratwurst türmen sich in seiner Auslage. Auch Gulasch und Roulade hat er im Angebot. Alles vom Pferd. Wenn er mit seinem Verkaufswagen nicht auf dem Markt in der Spandauer Altstadt steht, findet man ihn am anderen Ende von Berlin, in Hellersdorf oder auf einem der vielen Stadtfeste in Brandenburg.

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Aus "Stern"

Freitag, 15. Februar 2013

Pferdefleischer sieht Schuld für Skandal bei großen Handelsketten
(Video)

Bei ihm steht auch Pferd drauf, wo Pferd drinnen ist. Während sich gerade alle Welt über falsch deklarierte Fleischprodukte entsetzt, will sich Pferdefleischer Norbert Hansel davon nicht sein Geschäft verderben lassen.

Das Video im Wortlaut:

Hier steht auch Pferd drauf, wo Pferd drinnen ist. Auch wenn sich gerade alle Welt über falsch deklarierte Fleischprodukte entsetzt, Pferdefleischer Norbert Hansel will sich davon nicht sein Geschäft verderben lassen. O-Ton Norbert Hansel, Fleischermeister: "Ja alles was man vom Schwein oder Rind bekommt, kann man hier auch bekommen, Leberwurst, Rotwurst, Bockwurst, Pferderouladen, Pferdebraten, Pferdegulasch." Die Stammkunden waren immer zufrieden, doch jetzt ist die Marke bedroht. Dabei hat der kleine Fleischereibetrieb wenig gemein mit internationalen Händlern, die rumänisches Pferdefleisch illegal in RIndfleisch umdeklariert und über verschlungene Wege in den europäischen Großhandel verkauft haben. O-Ton Norbert Hansel, Fleischermeister: "Wir haben in Deutschland doch ganz andere Maßstäbe wie in Rumänien, vom Züchten, vom Schlachten, vom Begleitpapieren. Wir können doch nicht immer alles mit anderen Staaten vergleichen, in Deutschland ist es besser." Inzwischen sind auch in deutschen Supermärkten wie Edeka und Real falsch deklarierte Fleischprodukte aufgetaucht. Norbert Hansel, der seit über vierzig Jahren als Fleischer arbeitet, erklärt sich das über die Profitorientierung der Marktgrößen. O-Ton Norbert Hansel, Fleischermeister "Der Machtkampf der großen Ketten, die immer billiger werden wollen, das ist sicherlich ein Grund dafür." In Deutschland stehen die Untersuchungen noch am Anfang. Norbert Hansel kann nur hoffen, dass nicht noch mehr Gift fürs Geschäft gefunden wird.

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Aus "Falkensee aktuell"
Die Zeitung für Falkensee, Dallgow-Döberitz, Seeburg & Schönwalde

Ausgabe Nr. 35, Februar 2009

Immer unterwegs

Fleischermeister Norbert Hansel stammt aus Norddeutschland, ist aber gleich nach der Wende aufgebrochen, um die neuen Bundesländer kennen zu lernen und zu bereisen. Seit Februar 1999 hat er in Falkensee eine neue Heimat gefunden. Sein Beruf sorgt dafür, dass er dabei eins frei heraus behaupten kann: »Im Umkreis von hundertfünfzig Kilometern um Falkensee herum kenne ich viele Dörfer und jede kleine Stadt ganz genau. Die habe ich alle schon besucht.«

Norbert Hansel ist nämlich der Schlemmer Hansel. Mit seinen Ständen ist er das ganze Jahr unterwegs - auf Wochenmärkten, in Einkaufszentren, auf Straßenfesten und sogar auf dem Rummel. Er steht regelmäßig auf der Biermeile, ist Dienstags und Freitags in der Altstadt Spandau zu finden und konnte zuletzt auch auf dem Hennigsdorfer Wochenmarkt, im MAFZ Paaren-Glien, beim Neuruppiner Martini-Markt, beim Karneval der Kulturen oder beim Adventsmarkt auf der Domäne Dahlem angetroffen werden. Kurzum: Er ist überall da, wo etwas los ist. Hansel: »Wir haben in Falkensee kein festes Ladenlokal, sind immer unterwegs. Heute hier, morgen dort.«

Der Schlemmer Hansel mit der lauten Marktschreier-Stimme fährt zweigleisig, was sein Angebot anbelangt. So bietet er zum einen Spreewald-Erzeugnisse an, dabei vor allem die beliebten, klassischen Gurken (Gewürz-Gurken, Senf-Gurken, Saure Gurken, Knoblauch-Gurken, Chiligurken und Pfeffer-Gurken), aber auch zehn Sorten Spreewald-Meerrettich, Spreewald-Schnäpse und Liköre und natürlich auch den »Spree-Wurm« - das ist die lange, geräucherte Schweine-Knacker aus der Region. Hansel: »Auf den Märkten unterwegs zu sein, das ist etwas ganz Besonderes für mich - auch nach all den Jahren. Man schaut den Menschen direkt in die Augen, macht einen lustigen Spruch und steht vor Ort für sein Produkt gerade. Ich bin immer gerade heraus, habe auch schon mit vielen namhaften Politikern Sprüche ausgetauscht.«

Diskussionen gibt es immer wieder um den zweiten Geschäftsbereich. Hansel hat sich als Fleischermeister auf Rouladen, Braten, Steak und Gulasch vom Pferd spezialisiert: »Pferdefleisch ist sehr gesund und völlig cholesterinfrei. Vor allem in den neuen Bundesländern wird Pferd stärker nachgefragt, das kam nämlich früher häufiger auf den Tisch. In Zeiten von Schweinepest, Rinderwahn und Vogelgrippe ist das Pferd die perfekte Alternative.«

Tatsächlich macht der Handel mit Pferdefleisch bereits einen guten Anteil vom Gesamtumsatz aus, auch wenn vor allem kleine Mädchen nicht verstehen wollen, dass es ganz normal ist, auch diesen Fleischerzeuger zu nutzen. Hansel: »In der Schweiz, in Frankreich, in Belgien und auch in Norditalien gelten Pferdebraten als Delikatesse. Wir hatten schon mehrfach mit den Botschaften zu tun, sie sich rasch noch etwas bei uns zum Kochen besorgt haben. Deutsche, die in diesen Ländern Urlaub gemacht haben, sind der Fleischware Pferd übrigens deutlich aufgeschlossener gesonnen.«

Im Web finden die Kunden sogar Rezepte für Pferderouladen, Pferdegulasch oder Pferde-Sauerbraten. Hansel: »Ich würde mich freuen, viele Falkenseer an einem unserer Stände begrüßen zu können. Wir beraten unsere Kunden sehr gern und haben auch immer noch einen Tipp zur Hand.«


Aus dem MV Express "Die Zeitung im Märkischen Viertel"

Schlemmer Hansels Pferdespezialitäten auf dem Wochenmarkt

Die Gesundheitswürste

Manch einem ist noch immer bei dem Gedanken mulmig, Fleisch und Wurstwaren von Pferden zu essen. Warum das so ist, kann man nicht erklären. Im Gegensatz zu Schweinen ist die Ernährung von Pferden geradezu ein Cocktail an gesunden Sachen. Diese Erkenntnis hat sich auch der Fleischermeister Norbert Hansel zu eigen gemacht und bietet Pferdefleisch und Pferdewurst mit immer größerem Erfolg auf dem Wochen­markt des MV an.

»Es ist geradezu eine Gesundheitskur, meine Waren zu essen«, erzählt der als schlagfertige Person bekannte Fleischer. Gerade ältere Menschen sollten sich vielmehr von Fleisch- und Wurstwaren von Pferden ernähren. Immerhin müssen sie mit solchen Leckereien nicht um ihren Cholesterin-Spiegel fürchten. Denn Pferdefleisch ist cholesterinfrei und Pferdewurst arm an diesem Blutfett. Es ist praktisch komplett aus Muskelfleisch. Und auch die Leber schädigt hier nichts. Zudem sind Schlemmer Hansels Leckerbissen auch im Geschmack die reinste Wonne. Gut gewürzt erfreuen sie nicht nur Genießergaumen. Und wer auf dem Markt auch etwas Unterhaltung und etwas Fröhliches sucht, der ist bei Norbert Hansel ebenfalls an der richtigen Adresse. Mit norddeutscher Stimme und treffsicherem Charme weiß er immer wieder eine gute Geschichte zu erzählen.


 

Aus dem Havelland garantiert BSE-frei:

Pferdefleisch, Bouletten und Steaks vom Ross!

Falkensee (men). Ob Schinken, Salami, Knacker, Steaks, Rouladen oder Bockwurst - bei "Schlemmer-Hansel" kann der Kunde sicher sein: Fleisch und Wurst sind garantiert BSE-frei.

Das Fleisch kommt unter anderem von Tieren aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig Holstein und Sachsen Anhalt. 

Von Dienstag bis Sonntag ist er auf verschiedenen Märkten in Berlin und dem Umland präsent.


Vom Gulasch bis zur Bockwurst

Pferdefleisch hat viele klare Vorteile

Fleischermeister Norbert Hansel verkauft seit zehn Jahren Pferdefleisch. Er ist auf vielen Wochenmärkten in Berlin und Brandenburg ein gern gesehener Anbieter. Das bestätigt ihm eindeutig sein treuer Kundenstamm.

Doch ist damit die Arbeitswoche für Fleischermeister Hansel noch lange nicht vorbei. Auch Ernte- und Volksfeste sind seine geschäftliche Heimat. Seine Kunden sind mit seinem Angebot zufrieden. Denn seine Produkte haben große Vorteile: Pferdefleisch ist BSE-frei, hat kein Cholesterin. Dazu kommt, das die leckere Wurst sehr mager ist. Der Fleischermeister Norbert Hansel erwartet Sie.